Lesemensch

Manchmal stehe ich gern im Wald. Foto: Doris Christoph

Ich bin ein Lesemensch. Seit ich lesen kann – und sogar noch davor. Als Kind habe ich in den Büchern meiner Eltern herumgekritzelt. Mit meiner eigenen Schrift. Dann konnte ich endlich lesen: zuerst den gestiefelten Kater, dann die Sterntaler, dann alles andere. Dass ich irgendwann mal Journalist werden würde, war früh klar – weil ich Radio gespielt und Texte aus Zeitungen ausgeschnitten und neu zusammengesetzt habe. Und weil ich immer neugierig war und Geschichten erzählt habe.

Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Warum über Literatur bloggen?

Literaturblogs gibt es viele. Und es gibt auch viele sehr gute Literaturblogs. Warum also die Leseschwäche? Für mich gilt zweierlei: Mein Blog soll Tippgeber in einem undurchschaubaren Büchermarkt sein, aber auch Erinnerungsspeicher des eigenen Lesens. Den Untertitel nehme ich ernst: Leben mit Literatur. Es kommt dabei nicht auf Neuerscheinungen an, sondern auf Literatur schlechthin. So wie ich sie verstehe. Vor reinen Inhaltsangaben muss hier niemand Sorge haben – die gibt es anderer Stelle zuhauf. Gute Bücher haben ohnehin mehr als eine Handlungslinie von A nach Z. Vielleicht kann ich ja dabei helfen, hier ein paar Neuentdeckungen zu machen, auch (und gerade) in alten Texten.

Dass ich ein Faible für schöne Bücher habe, dürfte mit den Fotos ebenso deutlich werden. Gedrucktes ist die erste Wahl. Aber auch gegen Lesegeräte habe ich nichts: die sind praktisch, nachts, wenn ich niemanden stören will, oder im Urlaub.