Haus der Bösen

Besonders erhellend finde ich bei der Darstellung des Teilnehmerkreises die wiedergegeben Reaktionen nach dem Krieg.

Zuweilen kommt das Böse banal daher. „Eine Besprechung mit anschließendem Frühstück“ war in der ersten Einladung angekündigt. Dann wurde es die „Wannseekonferenz“, die  die bereits begonnene „Entfernung der Juden“ auf perfide Weise legitimieren sollte. Peter Longerich zeigt in seinem Buch Wannseekonferenz, Der Weg zur „Endlösung“ die Hintergründe zu der am Wannsee geplanten  „Endlösung“.  Und er zeigt, dass die Wirklichkeit schlimmer ist als jede Romanhandlung.

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Renovatio

Ein guter Einstieg ins Reformationsjahr.

Da war 2017 schon mehr als das halbe Jahr vorbei – und ich hatte immer noch kein Buch gelesen, das sich konkret mit dem Thema Reformation auseinandersetzt.  Dabei sind  Menschen in meinem Umfeld schon genervt, da in den Zeitungen und anderen Medien so viel „geluthert“ wird und wir – wenn wir es denn nicht schon wussten – jetzt wissen, dass Martin L. nicht nur toll war.

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Rund um Rosa

Sehr nah dran an historschen Persönlichkeiten : Döblin liefert ein Meiserstück.

Von Leseprojekten spreche ich meist im Zusammenhang mit einem einzigen Buch. Thomas Manns Zauberberg war für mich ein Leseprojekt. Ich habe das eine oder andere Kapitel gelesen, das Buch beiseite gelegt und mich anderen Texten gewidmet. Nicht, weil ich die Geschichte von Hans Castorp langweilig fand, sondern weil ich mich festgebissen hatte, manchmal auch zu sehr, weil ich Abstand brauchte. Genau so ging es mir auch mit Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin, der mich mehrere Jahre beschäftigt hat.  Und ich bin fest davon ausgegangen, dass auch (um bei Döblin zu bleiben)   November 1918 ein solches Kaliber wird.  Da hatte ich mich aber getäuscht.

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