Der Untergang

Der Erzähler selbst wertet nicht, lässt die Leser werten und schafft es, eine unglaubliche Nähe zu den Figuren herzustellen.

Wenn Jaques stirbt, stirbt bald auch die Monarchie. Dabei war Jaques doch nur Personal, mehr noch als alle anderen, ein Anhängsel, mit dem sich der Gutbürger umgibt, ein Anhängsel, dessen Unterkunft tatsächlich nicht ins Herrenhaus integriert ist, sondern dranhängt. Ein Anhängsel, dass immerhin genau so unehrlich war wie die Offiziere und die Möchtegernoffiziere und diejenigen, die hochhalten, dass der Urgroßvater dareinst in der Schlacht von Solferino dem Kaiser das Leben gerettet hatte.

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Aufbruch wohin?

Wie viel Lüge hält ein Leben aus?

Interessant wird ein Leben ja erst dann, wenn es die gerade Bahn verlässt und die erwarteten Muster. Oder, wie es Eva Schmidt in Die untalentierte Lügnerin vermittelt, gar nicht erst in diese Muster passen will. Dass es Konflikte gibt (nicht nur mit sich selbst), ist logisch, hier insbesondere mit der Mutter und ihren durchaus überkommenen und verlogenen Wertvortsellungen.

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