Leseschwäche

Leben mit Literatur

Schlagwort: Roman

Jeder lügt sich sein Leben irgendwie zurecht

Maren gibt nicht auf, sie sucht nach dem Leben. Sonderlich talentiert ist sie dabei aber nicht.

Wer sich selbst belügt, kann ein gutes Leben haben. Weil sie oder er gar nicht weiß, dass die Lüge eine Lüge ist. Schwierg wird es nur, wenn besagte Person kein Talent zur Lüge hat. So wie Maren, zunächst 19-jährige Hauptfigur in Die untalentierte Lügnerin von Eva Schmidt. Sie leidet vor allem an der familiären Situation, die sie auch nach dem Auszug zuhause nicht loslässt. Doch was ist passiert?

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Die Trutzburg der Bekloppten

Biedere Bilder auf dem Buchumschlag des neuen Romans von Jörg-Uwe Albig. Zornfried ist eine kluge Nazi-und Mediensatire. Der Text hat mich an eine lange zurückliegende Episode aus meinem eigenen Berufsleben erinnert.

Wenn ein freier Journalist über Nazis berichtet, hat er gute Chancen, zahlungswillige Abnehmer zu finden. Jan Brock weiß das und nutzt die Gelegenheit, sich auf die Spur einer gruseligen Klientel setzen zu lassen: nämlich auf die jener braunen Zeitgenossen, die ihren eigenen Faschismus hinter verschlossenen Türen und tief im deutschen Wald zelebrieren. Zornfried von Jörg-Uwe Albig spielt im Spessart und ist sowohl Nazi- als auch Mediensatire. Der Autor, selbst Redakteur und Korrespondent, hat einen scharfsinnigen Roman geschrieben. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt – und mich sogar an ein Jahre zurückliegendes Kapitel aus meinem eigenen Berufsleben erinnert.

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