Manchmal sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Foto: Doris Christoph

Literatur hat mich schon als Kind interessiert. Seit ich lesen kann, habe ich Bücher verschlungen. Und ich bin mir heute ziemlich sicher, dass Der gestiefelte Kater der erste Text war, den ich ansatzweise  verstanden habe. Dass eine spätere Lehrerin Interesse an althochdeutscher Dichtung  hatte, war mein Glücksfall: So lernte ich die Merseburger Zaubersprüche kennen. Über eine Verfilmung von Das verräterische Herz – ebenfalls in der Schule –  kam mir Edgar Allan Poe in den Sinn. Wieder war ich schwer begeistert. Das alles nahm auch an der Uni in Bielefeld kein Ende: Im Studium der Germanistik, Literaturwissenschaft und Pädagogik (nein, ich wollte nie Lehrer werden!) stieg ich noch tiefer in die Materie ein. Meine Abschlussarbeit hat sich schließlich mit Johann Nestroy beschäftigt, dem „wienerischen Shakespeare“, der nicht nur mit Der böse Geist Lumpazivagabundus im 19. Jahrhundert eine theatrale Zeitenwende eingeleitet hat: Vorher hatten sich die Helden mit Hilfe der guten Geister gebessert – jetzt nicht mehr.

Neben dem Studium habe ich ein Volontariat absolviert und arbeite heute als Journalist in der Lokalredaktion des Mindener Tageblatts. Außerdem mache ich Musik. Mit Frau und Tochter lebe ich in Minden.