So viele Eindrücke, so viele Bücher – mein Blog ist Erinnerungsspeicher. Die Illustration hier stammt übrigens aus einer wunderbaren Ausgaben von Der goldne Topf von E.T.A. Hoffmann.

Bücherblogs gibt es unzählige. Etwas weniger als noch vor ein oder zwei Jahren, aber immer noch genug, um leicht die Übersicht zu verlieren. Warum also musste auch ich einsteigen?

Zunächst einmal: Mir macht es Spaß, mich über Texte auszutauschen, meine Erfahrungen mit Literatur vorzustellen und zu teilen, über Gelesenes und Gehörtes zu sprechen. Und über Geschriebenes schreiben macht Sinn. Vielleicht auch, um mein altes Germanistik-Studium aufzufrischen oder dieses Studium, was ich sehr gemocht habe, irgendwie weiterzuleben. Ja, Literatur ist auch für mich das Eintauchen in alte und neue Welten, in eigene und konstruierte. Ich lasse mich gerne unterhalten, mich auf frische Pfade leiten und freue mich über bislang nicht gedachte Gedanken. Literatur ist Kino im Kopf: aus Büchern und Hörbüchern. Und ich mag es auch, wenn aus Literatur neue Bilder und Töne werden: im Theater, im Film.

Und dann ist Bloggen auch ein Erinnerungsspeicher: Ich habe tausende Bücher gelesen und tausende Bücher vergessen. Vielleicht schaffe ich es durch diesen Blog, einige der Texte so zu verinnerlichen, dass sie mir nicht gänzlich entgleiten. Ich habe diesen alten Traum, dass ich mir Literaturgeschichte über Literatur merken kann, und ich möchte eine Übersicht von den geschriebenen Anfängen bis heute haben. Ein nicht erreichbares, aber doch schönes Ziel, oder? Ich habe auf jeden Fall eine große Schwäche für die Literatur.

Aha – da ist also wieder die Leseschwäche! Es geht hier im Blog nicht um das ernst zu nehmende Problem der Dysloxie, obwohl das Lesen generell hilft. Die Titelidee stammt von meiner sprachkreativen Frau. Und da die Domain noch nicht registriert war, habe ich zugegriffen.