Gestatten, Anselmus, Student. Er ist die Hauptfigur in Der goldne Topf von E.T.A. Hoffmann. Wenn ich über ihn und seine phantastische Reise schreibe, bleibt der Text länger im Gedächtnis.

Ich habe eine Schwäche fürs Lesen. Immer schon. Viele Bücher, die ich verschlungen habe, sind aber aus meinem Gehirn gestrichen. Ich habe sie schlicht vergessen. Nun gut, das hat den unschätzbaren Vorteil, immer wieder neue Texte zu lesen, kann aber den wertvollen Erkenntnis- und Erfahrungsgewinn deutlich schmälern. Die Leseschwäche soll deshalb mein Erinnerungsspeicher sein. Und Ihr, liebe Leser, sollt auch etwas davon haben. Ein bisschen Spaß an der Literatur kann nicht schaden – und vielleicht hilft ja der eine oder andere Tipp. Da ich mich keinesfalls auf ein Genre beschränke (und selbst immer auf der Suche nach Entdeckungen bin), ist hoffentlich für alle etwas dabei. Also: Hier gibt es neue und alte Bücher, aber auch Hörtipps, Lesungen und Hörspiele, Romane sind dabei, Erzählungen, gern Lyrik, immer wieder auch Sachbücher. Ich lese und höre alten und neuen Stoff, und irgendwie passt das, was ich mir gerade „einverleibe“, immer gut in meine Zeit. Ohnehin: Die meisten Texte, die ich hier bespreche, gefallen mir gut bis sehr gut – ein eigenes Bewertungssystem gibt es auf jeden Fall nicht, Ihr werdet schon merken, ob und wie mir ein Buch gefällt.

Der eine oder andere mag sich wundern, dass ich auch in meiner Freizeit Texte tippe – als gäbe es im Journalistenberuf nicht schon genug zu schreiben. Aber es ist wie es ist: Schreiben gehört für mich zum Leben.

Die Liebe übrigens auch. Deshalb heißt dieser Blog Leseschwäche – und bestimmt nicht, weil ich mich als Rechenschwacher über Leseschwache lustig machen will. Nein, der Titel war die Idee meiner sprachkreativen Frau und gefällt mir gut, weil er meine Schwäche fürs Lesen offenbart. Und da die Domain noch frei war, musste ich einfach zugreifen.