Liebe ohne Ende

Die Seuche lässt sich vielleicht bekämpfen, die Liebe nicht.

Amor hat Florentino Ariza mitten ins Herz getroffen. Und die entfachte Liebe ist nicht flüchtig, sie währt ein ganzes Leben lang. Die Liebe in den Zeiten der Cholera von Gabriel José García Márquez ist eine der schönsten Liebesgeschichten, die es in der Literatur gibt. Und mir gefällt, dass der Roman phantastisch endet.

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Alle geprellt

Von vorne bis hinten ziemlich viel Lüge. Michael Seufert arbeitet einen der größten Presse-Skandale des zwanzigsten Jahrhunderts auf. In seinem Buch bietet er als ehemaliger Stern-Redakteur eine Innenschau.

Wenn sich die Begeisterung für den Journalistenberuf mit Geldgier part, kann das im Ergebnis zum Problem werden. Erst recht, wenn dann noch ein Nazitick dazukommt, der suchtähnliche Drang nach allem fassbaren, was mit dem Dritten Reich in Verbindung gebracht werden kann. In diesem Fall etwa der Besitz einer Yacht von Göring oder – nicht ganz so teuer – sein Marshallstab. Dann gab es die anheizende Mär, Martin Bormann lebe noch. Oben drauf den Druck, auch wirklich Texte und Fotos abliefern zu müssen, um den Ruf als Spürnase zu wahren. So wie früher, als es darum ging, wer B. Traven wirklich war. Das Ergebnis aus diesem gefährlichen Gemisch war die „Entdeckung der Hitler-Tagebücher“.

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