Langsame Bilder

Die Bilder haben eine schier unglaubliche Tiefe, die in ihrer scheinbaren Dreidimensionalität faszinierend ist und die Betrachter mit einer Atmosphäre einfängt, die an Kino erinnert.

Dass ich ein Faible für antiquarische Bücher habe, haben diejenigen, die hier ab und zu mitlesen, vielleicht schon bemerkt. In diesem Beitrag geht es um einen Bildband, der wohl in den meisten Fällen nur noch in Antiquariaten erhältlich ist. Mir bedeutet Das Buch der Jahreszeiten, herausgegeben 1927 von Herbert Dubler, dennoch sehr viel. Es zeigt nämlich, wie sich unsere Sicht auf Bilder und die Fotokunst selbst verändert hat. Nun ist das keine bahnbrechende Erkenntnis, aber als Feststellung immer mal wieder interessant.

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Die zwei Klassen der Zukunft

Die Zeitmaschine: Der Film von 1960 ist Trash, das Buch feinste Literatur.

Auf der Suche nach trashiger Unterhaltung landete ich wieder einmal in der Vergangenheit. Oder in der gedachten Zukunft. Denn diese Zukunft liegt mittlerweile auch schon hinter uns, was in der Verfilmung Die Zeitmaschine von H.G. Wells ziemlich deutlich wird. Auf jeden Fall musste ich nach dem Film von George Pal aus dem Jahr 1960 noch einmal das Buch lesen.

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Die letzten Fragen der Menschheit

Nicht nur das Titelbild ist berauschend, auch Boyles Sprache passt sich wieder beeindruckend dem Thema an: Das Licht von T.C. Boyle ist ein lesenswerter Roman.

Literatur schenkt Erfahrungen. Sie sorgt im besten Fall für einen Rausch. Dann sogar ohne die ungesunden Konsequenzen, die eine substanzielle Einnahme im wirklichen Leben mit sich bringt. Tragisch dabei ist es, dass ausgerechnet diejenigen, die uns diesen fiktiven Rausch ermöglichen, unter der künstlich heraufbeschworenen Bewusstseinserweiterung gelitten haben oder leiden wollten. Edgar Allan Poe und sein Laudanum – in Wein gelöstes Opium – ist ein Beispiel von vielen. Näher liegt manchen vielleicht noch Georg Trakl, der als Apotheker leichten Zugang zu Morphinen hatte. Auch T.C. Boyle kennt sich mit synthetischen Drogen aus, weshalb ein Roman wie Das Licht so unglaublich in die Tiefe geht.

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Haus der Bösen

Besonders erhellend finde ich bei der Darstellung des Teilnehmerkreises die wiedergegeben Reaktionen nach dem Krieg.

Zuweilen kommt das Böse banal daher. „Eine Besprechung mit anschließendem Frühstück“ war in der ersten Einladung angekündigt. Dann wurde es die „Wannseekonferenz“, die  die bereits begonnene „Entfernung der Juden“ auf perfide Weise legitimieren sollte. Peter Longerich zeigt in seinem Buch Wannseekonferenz, Der Weg zur „Endlösung“ die Hintergründe zu der am Wannsee geplanten  „Endlösung“.  Und er zeigt, dass die Wirklichkeit schlimmer ist als jede Romanhandlung.

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