Schöner Schein

Der Roman ist gut, weil er Typen zeichnet und Verhaltensmuster – jene der Serenissima im Besonderen, aber auch außerhalb der Romanwelt.

Geschichten gefallen mir dann besonders gut, wenn sie eigene Vorurteile aufdecken. Wenn Leser in den Spiegel gucken und eine Fratze sehen. Das ist dann ein schöner Schauer – und erträglich, weil man als eben dieser Leser ja in einer abgeschlossenen Welt lebt. Donna Leon schafft die Spiegelschau in ihrem achtzehnten Fall mit Commissario Guido Brunetti in raffinierter Weise. Denn in Schöner Schein dauert es, bis der Blick klar wird.

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Paulas Wassermusik

Eine anspruchsvolle Lektüre, auf die ich mich gern engelassen habe.

Es wäre leicht, sich den vielfach gelesenen Meinungen zu Into the Water anzuschließen: zu viel Personal, Leser werden überfordert, eine verworrene Geschichte. Vom „Plottsalat“ spricht gar die FAZ, was grundsätzlich erstmal stimmt: Salate schmecken ja oft ziemlich gut. Kurzum: Die Kritik an dem Buch teile ich nicht.

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Hungrige Bestien

Wenn alles untergeht, hilft vielleicht nur die Gerechtigkeit – und zwar im Sinne wahrer menschlicher Werte.

Kaum wabern Rassisten durch die höchsten Sphären der Politik, lese ich Jussi Adler Olsens Verachtung. Einen Krimi also, in dem es um furchterregende Machenschaften furchterregender Rechtsextremer geht. Und somit auch um Euthanasie, der selbstgerechten „Vernichtung unwerten Lebens“.

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