Leben mit Literatur

Schlagwort: Natur (Seite 1 von 2)

Alles fließt

Ich fand Die Geschichte der Bienen sehr gut und dann auch Die Geschichte des Wassers, wobei mit hier als Titel „Blau“ noch besser gefallen hätte, und dachte schon mit leichter Befürchtung: nun ist es auserzählt. Ich las per Zufall (ich weiß nicht mehr wo) eine Rezension zum dritten Teil des Klimaquartetts und erfuhr von einer Pferdegeschichte. Da ich Pferde zwar interessant und schön finde, mehr aber auch nicht, wollte ich die Lektüre hintenanstellen. Dann aber fand ich über den Hörverlag die Besetzungsliste des Hörbuchs – und lies mir die Lunde vorlesen. Zum Glück.

Weiterlesen

Durch die Nebelfetzen

Die Sprache ist einfach, dabei nicht billig und Klischees bedienend. Sie macht das zugeschneite EIGENTLICH noch einmal auf eine Weise deutlich, die den Lesenden neue Erkenntnisse bringt oder Erkenntnisse, die verschüttet waren, wieder an die Oberfläche holt. Unser Leben ist eine Reise mit allzu viel Gepäck. Vieles braucht es gar nicht, wie Robert Seethaler in Ein ganzes Leben beschreibt, manche Last aber ist da und bleibt. Und du musst Wege finden, damit umzugehen. Ich habe die Geschichte um Andreas Egger mit großem Vergnügen gelesen, das Buch beschäftigt mich auch Monate später noch.

Weiterlesen

Marsch verschluckt Mensch

Eine verkorkste Kindheit kann dir das ganze Leben versauen. Klar – sie ist zuweilen die Erklärung für alles Schlechte, für alles, was da kommt, vor allem, wenn es nicht nach Recht und Gesetz geht. Der Mensch mag einfache Muster – und die werden etwa für das Marschmädchen, das um diese Muster weiß, zum lebensbedrohlichen Verhängnis. Delia Owens hat die Geschichte von Catherine Danielle Clark, genannt Kya, in ihrem Debutroman Der Gesang der Flusskrebse aufgeschrieben. Das Buch spielt vor allem in den fünfziger und sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Und es spielt in der Marsch nahe der fiktiven Stadt Barkley Cove in North Carolina.

Weiterlesen

Nur noch Staub und Wüste

Wenn das Wasser fehlt, regiert Verzweiflung. Maja Lunde hat einen sehr aktuellen Roman geschrieben.

Ich hätte noch ewig weiterhören können. Aber dann – plötzlich nach acht Stunden und zehn Minuten – war Die Geschichte des Wassers vorbei. Den Text von Maja Lunde haben Christiane Blumhoff und Shenja Lacher abwechselnd gelesen. Sehr atmosphärisch, sehr nahegehend, was sowohl am Buch als auch an den Vorlesern liegt.

Weiterlesen

Die zwei Klassen der Zukunft

Auf der Suche nach trashiger Unterhaltung landete ich wieder einmal in der Vergangenheit. Oder in der gedachten Zukunft. Denn diese Zukunft liegt mittlerweile auch schon hinter uns, was in der Verfilmung Die Zeitmaschine von H.G. Wells ziemlich deutlich wird. Auf jeden Fall musste ich nach dem Film von George Pal aus dem Jahr 1960 noch einmal das Buch lesen.

Weiterlesen
« Ältere Beiträge

© 2021 Leseschwäche

Theme von Anders NorénHoch ↑