Leben mit Literatur

Schlagwort: Phantastik

Traum und Wirklichkeit

Anselmus aus Der goldne Topf, hier auf dem Bild einer 1917 erschienenen Ausgabe. Die Illustrationen stammen von Karl Thylmann.

Ist Anselmus wirklich glücklich auf seinem Rittergut in Atlantis? Ist er glücklich im Zauberreich, in dem er jetzt mit Serpentina lebt? Im Märchen – so viel steht fest – wäre er glücklich, beide wären glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Das Kunstmärchen aber lässt als Märchen aus der neuen Zeit mindestens zwei und eher mehr mögliche Szenarien zu. In Der goldne Topf von E.T.A. Hoffmann zerreißt das hexenhafte Apfelweib die reale Welt des etwas tollpatschig und schon originär träumenden, dabei aber keinesfalls unsympathisch wirkenden Anselmus. Er ist ein stolpernd Suchender, ob er es weiß oder nicht.

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Raus aus dem Schlamassel

Sich selbst aus dem Sumpf ziehen. Schön, wer das kann.

Sich am eigenen Schopf aus dem Schlamassel ziehen, raus aus dem trüben Teich, weg vom Sumpf. Das dürfte ein vielfach herbeigeflehter Wunsch sein. Mit Wünschen aber ist das bekanntlich so eine Sache: Sie gehen nicht mit hundertprozentiger Sicherheit in Erfüllung. Und wenn man es unbedingt wünscht (vielleicht aus der Erzählperspektive des eigenen Lebens) legen manche sich die Wahrheit zurecht. Kurzum: Es wird gelogen, dass sich die berühmten Balken biegen. Wobei der gute alte Münchhausen viel kreativer war als so manch platter Politiker heute – und da muss ich nicht einmal über den Teich blicken.

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